Kunsttherapie studieren an der Alanus Hochschule

Master of Arts Kunsttherapie, Bachelor of Arts Kunsttherapie / Sozialkunst und berufsbegleitende Weiterbildung Kunsttherapie

Kunsttherapie mit traumatisierten Flüchtlingskindern

Künstlerisch- Wissenschaftliche Modulweiterbildung Notfall- und Traumakunsttherapie
Modul II

Die berufsbegleitende Zertifikats-Weiterbildung „Notfall- und Traumakunsttherapie“ geht über 16 Monate und führt in die kunsttherapeutische Arbeit nach Krisen und Katastrophen ein.
Menschen werden durch Notfälle und Krisen an ihre Belastungsgrenzen geführt – manchmal sogar weit darüber hinaus. Durch diese Erlebnisse wird ihr Selbst- und Weltverständnis grundlegend erschüttert. Sie wirken sich auf alle Ebenen des Seins aus. Die Betroffenen werden durch körperliche, seelische und geistige Beeinträchtigungen aus der Bahn geworfen.

Die nonverbale Ausdrucksmöglichkeit, die die therapeutisch eingesetzte universelle Sprache der Kunst bietet, kann helfen, Erlebnisse, die verbal kaum kommuniziert werden können – zumal häufig auch Sprachbarrieren die Arbeit erschweren – die seelischen Ressourcen der KlientInnen erlebbar zu machen. Das Unfassbare kann damit als integrativer Teil ihrer eigenen Biografie betrauert und akzeptiert werden. Neue Perspektiven können erarbeitet werden. Damit bekommen die KlientInnen die Möglichkeit, den Lebensfaden wieder aufzunehmen.

Angesichts dieser großen Herausforderung brauchen diese neuen sozialen Arbeitsfelder der Kunsttherapie professionell flexible TherapeutInnen, die interkulturelle und interdisziplinäre Kompetenz sowie ein zeitgenössisches Selbstverständnis mitbringen, damit sie ohne kulturelle Übermächtigung arbeiten zu können.

Maria Heller und Rita Eckart führen durch Expertenvorträge in das jeweilige Thema ein und erarbeiten dieses dann seminaristisch. Angemessene kunsttherapeutische Interventionen werden zu den theoretischen Lehreinheiten traumatherapeutischen Basiswissens vorgestellt, vermittelt und in Kleingruppen weiter bearbeitet.
Maria Heller und Rita Eckart stellen spezielle künstlerische Herangehensweisen und Grundlagen der interkulturellen Kompetenz sowie des interdisziplinären Arbeitens ebenso vor, wie Möglichkeiten die therapeutische Arbeit wissenschaftlich und für das jeweilige Projekt förderlich zu dokumentieren.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Praxisbezug. Dieser beinhaltet auch die Psychohygiene des Therapeuten.

Die Weiterbildung findet in Kooperation mit stART international emergency aid for children statt.

Referenten
Maria Heller, Refugio, Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer, München
Rita Eckart

Datum
01-03.07.2016 und 09.9.-11.09.2016

Zeiten
Fr.: 17.00 – 21.00
Sa. 09.00 – 18.30
So. 09.00 – 13.00

Kosten
230 €

Anmeldung
Kunsttherapie mit traumatisierten Flüchtlingskindern – Modul II

 

Seminarbegleitender Vortrag
Am 01.07.2016 von 19.30-21.00 Uhr spricht die psychologische Psychotherapeutin und Dozentin an der Akademie für Psychoanalyse München, Margarete Stippig, über analytisch psychotherapeutische Arbeit mit Kindern mit Verlust und Trennungserfahrungen. Ihr Vortrag „Sehnsucht nach Ankommen“ kann auch von Nicht-Seminarteilnehmern besucht werden. Es fällt dann lediglich ein Unkostenbeitrag von 15,00 EUR an.