Kunsttherapie studieren an der Alanus Hochschule

Master of Arts Kunsttherapie, Bachelor of Arts Kunsttherapie / Sozialkunst und berufsbegleitende Weiterbildung Kunsttherapie

Notfall- und Traumakunsttherapie – Das Trauma von Krieg und Folter

Modul III der Künstlerisch- Wissenschaftlichen Modulweiterbildung

Die berufsbegleitende Zertifikats-Weiterbildung “Notfall- und Traumakunsttherapie” führt in die kunsttherapeutische Arbeit nach Krisen und Katastrophen ein.

Durch Notfälle und Krisen werden Menschen an ihre Belastungsgrenzen geführt – oft sogar weit darüber hinaus. Ihr Selbst- und Weltverständnis wird dadurch grundlegend erschüttert. Das Erlebte wirkt sich auf alle Ebenen des Seins aus. Durch die körperlichen, seelischen und geistigen Beeinträchtigungen werden die Betroffenen aus der Bahn geworfen.
Die therapeutisch eingesetzte universelle Sprache der Kunst bietet eine nonverbale Ausdrucksmöglichkeit, Erlebnisse, die verbal kaum kommuniziert werden können – zumal häufig auch Sprachbarrieren die Arbeit erschweren –und die seelischen Ressourcen der KlientInnen erlebbar zu machen.
Das Unfassbare kann mit dieser Ausdrucksmöglichkeit als integrativer Teil ihrer eigenen Biografie betrauert und akzeptiert werden. Neue Perspektiven können erarbeitet werden – und damit bekommen die KlientInnen die Möglichkeit, den Lebensfaden wieder aufzunehmen.

Diese neuen sozialen Arbeitsfelder der Kunsttherapie brauchen angesichts dieser großen Herausforderung professionell flexible TherapeutInnen, die interkulturelle und interdisziplinäre Kompetenz sowie ein zeitgenössisches Selbstverständnis mitbringen, damit sie ohne kulturelle Übermächtigung arbeiten zu können.
Durch Expertenvorträge wird in das jeweilige Thema des Moduls eingeführt um dann seminaristisch erarbeitet zu werden. Zu den theoretischen Lehreinheiten traumatherapeutischen Basiswissens werden adäquate kunsttherapeutische Interventionen vorgestellt, vermittelt und in Kleingruppen weiter bearbeitet.
Spezielle künstlerische Herangehensweisen und Grundlagen der interkulturellen Kompetenz und des interdisziplinären Arbeitens werden vorgestellt, ebenso die Möglichkeiten, die therapeutische Arbeit wissenschaftlich und für das jeweilige Projekt förderlich zu dokumentieren.
Im Mittelpunkt der Arbeit steht der Praxisbezug. Er beinhaltet auch die Psychohygiene des Therapeuten.

Die Weiterbildung ist eine Kooperation der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Fachbereich künstlerische Therapien und stART international emergency aid for children.

Referenten
Marion Wendlandt-Baumeister, psychologische Psychologin, Kunsttherapeutin,
Rita Eckart, Kunsttherapeutin

Datum
14. bis 16.10.2016

Zeiten
Fr.: 17.00 – 21.00
Sa. 09.00 – 18.30
So. 09.00 – 13.00

Kosten
230 €

Anmeldung
Modul III – Notfall- und Traumakunsttherapie

Seminarbegleitender Vortrag
Am 14.10.2016 von 19.30 bis 21.00 Uhr hält Dr. Ursula Wirtz, analytische Psychologin und Supervisorin, den seminarbegleitenden Vortrag „Das Trauma von Krieg und Folter“. Dieser kann auch von Nicht-Seminarteilnehmern besucht werden. Es fällt dann lediglich ein Unkostenbeitrag von 15,00 EUR an.