AD(H)S steht bei den Betroffenen für Verunsicherung, Gekränktheit, Angst, aber auch Wut, nicht verstanden zu werden und sich nicht verständlich machen zu können. Ansätze der Psychotherapie und der Kunsttherapie zielen deshalb dar-auf ab, die Fähigkeit zu initiieren, sich selbst zu spüren und sichere Grenzen wahrzunehmen.
Zweckfreiheit und Selbstbezogenheit des künstlerisch-therapeutischen Prozes-ses – als schöpferische Selbstinszenierung, als sinnlich emotionales Erleben innerhalb einer therapeutischen Struktur – können ein existenzielles Selbsterleben provozieren und Schutz gegen Überreizungen und innere Spannungszustände geben. Welche Einflussnahme und welches Entwicklungspotenzial die Kunsttherapie bei der Behandlung von Kindern mit der Diagnose ADHS zeigt, erläutert der Beitrag anhand einer im klinischen Kontext durchgeführten kunsttherapeutischen Studie.
Dagmar Wohler, Dipl. Kunsttherapeutin, Alanus Hochschule
Der Vortrag ist Teil des Thementag / Symposium “Kunsttherapie mit Kinder und Jugendlichen” am 01.10.2010
Weitere Abstracts der Vorträge:
Annette de Thier – Klinische Kunsttherapie mit essgestörten Jugendlichen