Von Seiten der Künstlerischen Therapien werden in den letzten Jahren vielfache Anstrengungen unternommen, nicht nur die ausbildungsbezogene Professionalisierung voranzutreiben, sondern auch ein wissenschaftliches Profil zu entwickeln. Das Eine ist heute nicht mehr von dem Anderen zu trennen, da neben der therapeutischen (fallbezogenen, institutionellen, klinischen) Evidenz auch eine wissenschaftliche Erkenntnis erforderlich ist. Wissenschaftliche Grundlagen gehören heute unabdinglich zu einer akademischen Ausbildung, um auch den später praktizierenden Kolleginnen und Kollegen ein wissenschaftliches Methodenverständnis zu eröffnen. Kosten- und Entscheidungsträgern gegenüber muss zukünftig immer mehr ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit unserer Therapiemaßnahmen aufzeigt werden können. Der Beitrag weist auf die besonderen Erfordernisse wissenschaftlicher Kriterien und möglicher Erkenntnisgrenzen für die Künstlerischen Therapien hin.
Prof. Dr. Harald Gruber Alanus Hochschule
Fachbereichsleiter Künstlerische Therapien
Der Vortrag ist Teil des Thementag / Symposium “Kunsttherapie mit Kinder und Jugendlichen” am 01.10.2010
Weitere Abstracts der Vorträge:
Annette de Thier - Klinische Kunsttherapie mit essgestörten Jugendlichen
Dagmar Wohler - Kunsttherapeutische Forschung in der Diagnostik und Therapie mit AD(H)S Kindern
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