Das Fachgebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie bietet ein breites Spektrum von Methodenpluralismus, fächerübergreifender Arbeit, berufsgruppenübergreifender Kooperation und patienten- sowie störungsspezifischen Sichtweisen.
Künstlerisch-therapeutische Ansätze sind innerhalb des Methodenkanons eher impliziert als explizit ausgewiesen. Es wird der Versuch unternommen, bei den verschiedenen therapeutischen Settings (Ambulanz, Tagesklinik, vollstationäre Behandlung) unterschiedliche diagnostische und therapeutische Ansätze herauszuarbeiten und die Einbeziehung nicht primär sprachbezogener Ansätze zu erläutern. Nur wo künstlerisch-therapeutische Ansätze eingebettet sind in ein sowohl ganzheitliches als auch störungsspezifisches Verstehen, gelingt es, entsprechende Interventionen fokussiert und wirksam einzusetzen. Beziehungsbezogene, materialbezogene sowie prozess- und ergebnisorientierte Ansätze werden erläutert.
Ziel ist es, das Spektrum künstlerisch-therapeutischer Ansätze so zu integrieren, dass ihre psychohygienische und spezifisch diagnostisch-therapeutische Wirksamkeit genutzt werden kann.
Prof. Dr. med. Matthias Wildermuth, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Klinikdirektor; Alanus Hochschule
Der Vortrag ist Teil des Thementag / Symposium “Kunsttherapie mit Kinder und Jugendlichen” am 01.10.2010
Weitere Abstracts der Vorträge:
Annette de Thier - Klinische Kunsttherapie mit essgestörten Jugendlichen
Dagmar Wohler - Kunsttherapeutische Forschung in der Diagnostik und Therapie mit AD(H)S Kindern
{ 2 trackbacks }